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Quijote live in Alsfeld

 

Intensive Atmosphäre im Hof des Regionalmuseums in Alsfeld
Die Gruppe Quijote präsentierte ein deutschsprachiges Programm von Mikis Theodorakis

Mit Liedern des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis gastierte das Trio Quijote aus Chemnitz auf Einladung des Arbeiterkulturkartells Vogelsberg am Samstagabend im Innenhof des Alsfelder Regionalmuseums. Mikis Theodorakis’ Musik, der in diesen Tagen seinen achtzigsten Geburtstag feiert, sei in Deutschland zwar bekannt, oftmals jedoch nicht die Texte seiner Lieder. Um diese zu vermitteln, habe man ganz bewußt ein Programm in deutscher Sprache zusammengestellt, sagte die Sängerin Sabine Kühnrich zu Beginn.
Damit hat sich die Gruppe ein hohes Ziel gesetzt, arbeitete Theodorakis doch stets mit den größten griechischen Lyrikern zusammen.
Es sind zumeist Texte voll Emotion und Realismus zugleich,
die stets aus einer völlig elementaren Perspektive auf die Dinge in ihrer Differenziertheit blicken lassen. Diese elementare Perspektive,
eine Art von Bodenständigkeit ist dabei auch das Verbindungsglied zur Musik von Mikis Theodorakis, dessen Lieder in Griechenland längst zur Volksmusik geworden sind. So kommen Texte und Melodien zusammen,
in denen auch in tiefster Verzweiflung das Licht der Hoffnung leuchtet, die das Leben in seiner Gesamtheit erfassen, Ausdruck des wahren Realismus, der dem Poetischen nicht nur Raum bietet, sondern zutiefst darauf angewiesen ist. Es sind politische Lieder voller Emppfindungen, wie es Sängerin Sabine Kühnrich formulierte, die man in der deutschen Tradition politischer Musik so nicht kennt. Quijote gelang es in bemerkenswerter Weise, den Gestus dieser Musik aufzugreifen und sowohl in eine differenzierte und zugleich emotionale Sprache als auch in stilvolle und aussagekräftige musikalische Arrangements zu übertragen.
Sabine Kühnrichs klare Stimme ist gefühlvoll in ihrer Ausdruckskraft und mischt sich in perfekter Weise mit dem akzentuirten Klavierspiel und dem Gesang Ludwig Strengs. Gitarrist Wolfram Hennigs kraftvoller bietet einerseits Grundlage und bietet den Arrangements andererseits immer wieder solistische Farbe.
Wie punktgenau die Gruppe damit ihr Ziel erreicht hat, zeig im übrigen nicht nur der Konzert in Alsfeld, sondern auch die Tatsache, dass sie selbst in Griechenland mit ihrem deutschsprachigen Theodorakis-Programm erfolgreich sind.
Nach mehreren Zugaben ging ein intensives Konzerterlebnis zu Ende, für das der Alsfelder Museumshof den idealen atmosphärischen Rahmen bot.

 

Klaus Scheuer

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